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    Romanistik

    Publikationen

    Aus Platzgründen sind uneigenständige Publikationen wie Aufsätze, Artikel oder Essays auf den Unterseiten der jeweiligen Mitglieder unseres Fachbereichs aufgelistet.
    Julien Bobineau, Julius Goldmann, Stefanie Goldschmitt, Robert Hesselbach, Gabriella-Maria Lambrecht: Zentrum und Peripherie. Beiträge zum 32. Forum Junge Romanistik in Würzburg (16.–19. März 2016)

    Vom 16.-19. März 2016 fand das Forum Junge Romanistik zum Thema "Zentrum und Peripherie" an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg statt. Die dialektischen Begriffe Zentrum und Peripherie werden im vorliegenden Band dabei aus literatur-, sprach- und kulturwissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Ihre Relevanz in der Romania wird hierbei in den einzelnen Beiträgen anhand geographischer, räumlicher, historischer, gesellschaftlicher und sprachlicher Aspekte untersucht, um auf diese Weise verschiedene Betrachtungsweisen und Analysemethoden einzubeziehen. Der Band bietet neben einer heterogenen Herangehensweise an die Dimensionen des Begriffspaars eine strukturierte Darstellung der einzelnen untersuchten Phänomene. Die beiden Themenblöcke fokussieren einerseits vielfältige literaturwissenschaftliche Betrachtungen der Dichotomie des Begriffspaars, andererseits auch die sprachwissenschaftlichen Konzeptionen von Zentrum und Peripherie. Somit werden neue Sichtweisen sowohl auf zentrale als auch periphere Phänomene in der romanistischen Forschung eröffnet, indem zum einen die Bandbreite der (traditionellen) Zentren und Peripherien dargelegt wird und zum anderen auf aktuelle Diskussionen im Kontext der zwei Begriffe referiert wird.

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    promptus – Würzburger Beiträge zur Romanistik

    Die Zeitschrift "promptus – Würzburger Beiträge zur Romanistik" richtet sich an alle NachwuchswissenschaftlerInnen im Bereich der romanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft sowie der Fachdidaktik. Das Ziel der Zeitschrift ist die Förderung der romanistischen Forschung im Allgemeinen und des wissenschaftlichen Nachwuchses der Romanistik im Besonderen. Sie versteht sich damit als Impulsgeber für junge romanistische Forschung, ohne sich dabei thematisch zu beschränken.

    Aktueller Band:

    Bobineau, Julien/Callsen, Berit/Goldmann, Julius/Hesselbach, Robert/Hornung, Christoph/Koch, Christian/Ravasio, Paola (Hg.): promptus – Würzburger Beiträge zur Romanistik 4. Würzburg: Verlag des Promptus e. V. 2018

    Inhaltsverzeichnis Band 4

    Bisherige Bände:

    Band 1, Band 2, Band 3

    Julius Goldmann: Gaddas Mailand – Ein Beitrag zur Großstadtliteratur

    Die vorliegende Untersuchung möchte zeigen, dass der italienische Prosaautor und Ingenieur Carlo Emilio Gadda sich in seinen frühen Schriften in viel größerem Umfang als bisher angenommen der Thematik der modernen Großstadt widmet. Hier soll eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Texten stattfinden, die einen Beitrag zum Verständnis von Gaddas Werk leisten können. Diese Arbeit kann sich dazu auf die in den letzten Jahren von der italienischen Forschung aufgearbeiteten Varianten und Manuskripttexte stützen. Bisher unbekannte Archivmaterialien wurden für diese Arbeit gesichtet und ausgewertet.

    Die Analyse zeichnet zunächst nach, welche Vorläufer und Vorlagen aus der französischen und italienischen Stadtliteratur Gaddas Texten zugrunde liegen. Neben dem Einfluss der Werke von Émile Zola erwiesen sich die Stadtautoren Louis-Sébastien Mercier und Paolo Valera als weitere prägende Vorbilder. Es konnte nachgezeichnet werden, welche gängigen Stadtthemen und Motive aus der Tradition Gadda übernimmt.

    Gadda arbeitet systematisch die hierarchisch geordneten Gesellschaftsschichten auf. Hier kann gezeigt werden, wie traditionell Gadda in seiner Darstellung der sozialen Milieus vorgeht. Auch er präsentiert dem Leser die Mailänder Gesellschaft über eine Reihe von klar zuordenbaren Motiven und Eigenschaften. Ihm gelingt damit ein literarischer Querschnitt durch die Sozialstruktur im Mailand zwischen den beiden Weltkriegen.

    Über die Tradition hinaus geht Gadda in seinen überaus präzisen Architekturbeschreibungen, die den Charakter seiner Stadttexte prägen. Das besondere architektonische Interesse Gaddas kennt in der italienischen Großstadtliteratur der Moderne keinen Vergleich. Wie sich zeigt, hat Gadda sich am Duktus der architekturkritischen Texte des Kunsthistorikers Roberto Longhi orientiert.

    Als besonders aufschlussreich erwies sich die Suche nach Gaddas Bildvorlagen. Für das Verfassen seiner Texte benötigt Gadda in seinem Frühwerk stets faktuale Vorlagen. Neue Quellenfunde belegen, dass Gadda Zeitungswerbung als direkte Zitate in seine Mailand-Darstellungen übernommen, kommentiert und sehr frei ergänzt hat. Er leitet einige seiner literarischen Beschreibungsstrategien aus der Kinotechnik ab. Die Identifizierung bedeutsamer Referenzen auf die Malerei vermag seine schriftstellerische Entwicklung nachzuzeichnen. Ein weiterer neuer Befund stellt seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Werk der Mailänder Karikaturisten Giuseppe Scalarini und Giuseppe Novello dar. Deren bildkünstlerisches Vorgehen überführt Gadda in seine literarische Darstellung. Seine Quellenverwendung geht weit über das bloße Zitieren hinaus, denn die Referenzen werden stets um fiktive Szenen ergänzt und zu eigenen Sprachkunstwerken umgeformt. Aus der Fülle dieser Bildreferenzen mit konkretem Mailand-Bezug erschafft Gadda seine eindrucksvollen Stadt-Collagen, die seine frühen Texte zu einem wichtigen Beitrag zur modernen Großstadtliteratur machen.

    Goldmann, Julius: Gaddas Mailand. Heidelberg: Winter 2018

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    Brigitte Burrichter, Christian Wehr: Exzess. Formen der Grenzüberschreitung in der Vormoderne

    Während der Begriff Exzess heute ganz überwiegend negativ gefasst ist – als Bedrohung, Transgression oder Zerstörung sozio-kultureller Ordnungsgefüge und individueller Existenzen –, unternimmt der Literatur-, Kultur- und Religionsgeschichte verbindende Band den Versuch, den Exzess als Kippfigur zu beschreiben: als Phänomen zwischen Ordnung und Unordnung, Subversion und Affirmation, Kontrollverlust und Disziplinierung. Dabei wird gefragt, was in vormodernen Gesellschaften wann und wie zum Exzess wird, wo er gestattet ist und wo nicht und wie der Versuch, einen Exzess einzuhegen, wieder in einen Exzess umschlägt; gefragt wird aber auch nach der kommunikativen Leistung von Kunst und Literatur, welche die verschiedenen Formen des Exzesses wahrnehmen und darstellen. Die Beiträge verhandeln diese Fragen anhand ausgewählter Themenfelder, mit denen zugleich verschiedene Formen der Exzessivität in den Blick genommen werden: Archaik und Wildheit, mystischer Selbstverlust, affektische Exzesse wie Liebe, Trauer und Zorn, Exzesse des Leibes und der Moral und schließlich Exzesse der Form.

    Burrichter, Brigitte/Wehr, Christian (Hg.): Exzess. Formen der Grenzüberschreitung in der Vormoderne. Würzburg: Königshausen und Neumann 2017

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    Gerhard Penzkofer, Irmgard Scharold: WahnSinn in Literatur und Künsten

    Der Wahnsinn gehört als Faszinosum oder Trauma zu den großen Themen der Literatur und der Kunst. Homers Ajax, der rasende Roland, Don Quijote oder Nathanael in E.T.A. Hoffmanns Sandmann sind berühmte Beispiele dafür. Die Vorlesungsreihe wird sich fragen, warum der Wahnsinn so attraktiv für die Kunst ist, wie und warum Kunst und Wahnsinn Bündnisse eingehen, warum Kunst Wahnsinn sein kann. Die Vorträge gehen diesen Fragen in einer (medizin-)historischen und medialen Perspektive nach. Sie beziehen sich auf Literatur, Malerei, Musik und Film. Mit einem Themenspektrum, dass von der Antike über das Mittelalter zu den großen Wahnsinnsrepräsentationen von Renaissance (Ariosto, Tasso, Cervantes, Shakespeare) und Romantik (E.T.A. Hoffmann) führt. Mit Beiträgen zu den hysterischen Heldinnen der Realisten, den Bewusstseinsspaltungen in der amerikanischen Literatur sowie der für das moderne Künstlergenie symptomatischen Krankengeschichte (Van Gogh) werden aber auch psychiatrie-kritische Tendenzen sowie die Pathologisierung bestimmter gesellschaftlicher und geschlechtlicher Gruppen angesprochen. Die Vorlesungsreihe beginnt und endet in der Gegenwart: Die Gestaltung des Wahnsinns im modernen Kultfilm, in den Monodramen Schoenbergs und Rihms sowie in dem 2011 publizierten Roman Muttersohn von Martin Walser bestätigt die Aktualität des Themas.

    Penzkofer, Gerhard/Scharold, Irmgard (Hg.): WahnSinn in Literatur und Künsten. Würzburg: Königshausen und Neumann 2017

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    Julien Bobineau, Philipp Gieg: The Democratic Republic of the Congo. La République Démocratique du Congo: Problems, Progress and Prospects. Problèmes, Progrès et Perspectives

    This interdisciplinary volume brings together sixteen English and French language contributions that add to an in-depth picture of the Democratic Republic of the Congo's current state of affairs. The authors from various academic fields who research and teach at universities in Africa, Asia and Europe focus on political and economic perspectives, education and civil society, health and environment, the country's international relations as well as historical foundations. They analyse the problems the country is facing but also point out where progress has been made, where possibilities lie – and how these possibilities can come to fruition.

    Bobineau, Julien/Gieg, Philipp (Hg.): The Democratic Republic of the Congo. La République Démocratique du Congo. Berlin: LIT Verlag 2016

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    Christoph Hornung, Gabriella-Maria Lambrecht, Annika Sendner: Kommunikation und Repräsentation in den romanischen Kulturen

    Diese Festschrift ehrt den Romanisten und Slawisten Gerhard Penzkofer anlässlich seines 65. Geburtstags. Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler, die Gerhard Penzkofer auf seinem bisherigen Weg unter anderem in München, Bamberg und Würzburg sowohl fachlich als auch persönlich nahestanden, publizieren hier Beiträge, die von seinen Forschungen inspiriert sind. Im Zentrum dieser Untersuchungen, die den italienischen, französischen und spanischen Sprachraum umschließen, steht das Verhältnis von Kommunikation und Repräsentation. Dabei umfassen die Beiträge Aspekte, die historisch vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert und thematisch von der mittelalterlichen Exempelsammlung bis zur postdiktatorialen Geschichtskonstruktion reichen.

    Hornung, Christoph/Lambrecht, Gabriella-Maria/Sendner, Annika (Hg.): Kommunikation und Repräsentation in den romanischen Kulturen. Festschrift für Gerhard Penzkofer. München: AVM.edition 2015

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    Barbara Ventarola: Transkategoriale Philologie – Liminales und poly-systematisches Denken bei Gottfried Wilhelm Leibniz und Marcel Proust

    Die vorliegende Studie entwirft die Konturen einer neuen Philologie, die es erlaubt, in bislang noch nicht dagewesener Weise der Komplexität und den pluralen, multi-dimensionalen Beziehungsgeflechten von Texten systematisch Rechnung zu tragen, ohne an analytischer Präzision und Differenziertheit zu verlieren – und dies in einer kultur- und geschichtsübergreifenden Perspektive. Auf der Basis einer umfassenden Kritik am klassischen Kategorienbegriff wird im ersten Teil ein grundsätzlich neues – transkategoriales und poly-systematisches – Textualitätskonzept entwickelt und durch einen Katalog konkreter neuer Interpretationsverfahren ergänzt. Damit sind die Fundamente für eine nicht-eurozentristische Literaturwissenschaft der Zukunft gelegt, die weit über bisherige Liminalitäts- und Poly-System-Theorien hinausgeht: Komplexität und Ordnung, Universalismus und Pluralismus werden auf neue Weise verbunden. Der zweite Teil demonstriert die Leistungsfähigkeit des neuen Modells. Er konzentriert sich auf zwei Autoren, die als besonders dunkel und komplex gelten: Gottfried Wilhelm Leibniz und Marcel Proust. Mit den neuen Interpretationsverfahren eröffnen sich völlig neue Einsichten in die behandelten Werke und Autoren: Leibniz gibt sich als ein besonders früher Denker des Liminalen und der Poly-Systematizität zu erkennen, der zudem entscheidend auf Prousts ästhetisches Projekt der Recherche eingewirkt hat. Damit lädt die Studie zu einer Re-Kartierung der Denk- und Literaturgeschichte ein, die gleichsam im Inneren Europas selbst ansetzt. Das nicht-eurozentristische, pluralistische Denken lässt sich nun bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen, was es auch nötig macht, die nachfolgenden Jahrhunderte unter diesem Blickwinkel neu zu erforschen.

    Ventarola, Barbara: Transkategoriale Philologie – Liminales und poly-systematisches Denken bei Gottfried Wilhelm Leibniz und Marcel Proust. Berlin: Erich Schmidt Verlag 2015.

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    Neuphilologisches Institut
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